Carl Zeiss Meditec

Nachfrage nach Lasern steigt

Zeiss macht momentan gut Geld mit seinen Produkten für die Augenheilkunde.

Quelle: Zeiss

Das Medizintechnikunternehmen Carl Zeiss Meditec profitiert im ersten Geschäftsquartal von einem  starken Absatz in Asien - vor allem in China. Besonders gut läuft das Geschäft mit Lasersystemen zur Sehschärfenkorrektur. von Matthias Lehmphul

Der Medizintechnik-Hersteller Carl Zeiss Meditec hat im ersten Geschäftsquartal von einem besonders starken Absatz in Asien profitiert. Damit setzte sich der Trend in der Region fort. Der Umsatz stieg um 6,6 Prozent auf 280,0 Millionen Euro, wie das auf Augenheilkunde und Mikrochirurgie spezialisierte Unternehmen aus Jena am Freitag mitteilte.

„Wir haben das erste Quartal mit erfreulichen Steigerungen bei Umsatz und operativem Gewinn abschließen können. Dabei setzen wir weiterhin konsequent auf unsere Strategie, weltweit als Lösungsanbieter für unsere Kunden aufzutreten“, sagte Ludwin Monz, Vorstandsvorsitzender der Carl Zeiss Meditec AG. In der Unternehmensstrategie gehe es darum, die Megatrends Digitalisierung und Industrie 4.0 aktiv mitzugestalten.

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) legte um gut 37 Prozent auf 44,2 Millionen Euro zu. Ein Teil des Anstiegs geht allerdings auf einen einmaligen Veräußerungsgewinn zurück. Die bereinigte Ebit-Marge belief sich auf 13,4 Prozent Zum Vergleich: Im Vorjahr waren es: 12,6 Prozent.

Besonders gut lief das Geschäft mit Lasersystemen zur Sehschärfenkorrektur in der größten Geschäftseinheit, der Augenheilkunde. Zeiss konnte mit seinen Geräten aus dieser Verkaufseinheit den Umsatz um 8,5 Prozent auf 207,6 Millionen Euro steigern. In der Sparte Mikrochirurgie, in der unter anderem Operationsmikroskope und Visualisierungslösungen vertrieben werden, erlöste der Konzern 72,4 Millionen Euro - ein Plus von 1,6 Prozent.

China top, Großbritannien flop

In Asien legte der Konzern wie schon in der Vergangenheit weiter zu. Ein Großteil des Zuwachses kam aus dem chinesischen Markt sowie aus Südostasien und Indien. Insbesondere das Geschäft in Großbritannien, in Südeuropa sowie im Mittleren Osten entwickelte sich rückläufig. In der Region Americas entwickelte sich das Geschäft leicht positiv - auch nach Ausklammerung der Währungseffekte.

Der Gewinn pro Aktie (EPS) legte mit 0,38 Euro gegenüber dem Vorjahreswert von 0,21 Euro deutlich zu. Hierzu trug der operative Gewinnanstieg bei – das Vorjahr war zudem noch maßgeblich von Sonderbelastungen aus einer Finanzbeteiligung und von negativen Ergebnissen aus Währungssicherungsgeschäften geprägt gewesen.

Das zurückliegende Geschäftsjahr war nach eigenen Angaben bislang das erfolgreichste für die Zeiss Gruppe. Insgesamt lag der Umsatz bei 4,881 Milliarden Euro. Knapp 90 Prozent des Umsatzes erziele Zeiss außerhalb Deutschlands. Dabei spiele China eine wichtige Rolle, denn der Umsatz dort steige rapide. Weltweit arbeiten 25.433 Menschen für den Konzern.

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