Neue Förderrichtlinie

Immer vor Ort

Im Bereich der Not- und Unfallversorgung können Rettungskräfte ihre Patienten mit Hilfe von mobilen medizintechnischen Systemen und Produkten am Einsatzort und in Fahrzeugen besser behandeln.

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Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) unterstützt mobile medizintechnische Lösungen für eine patientenfreundliche Gesundheitsversorgung. Bis zum 30. September 2017 können sich Unternehmen, Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Kliniken um eine Förderung bewerben. von Tim Gabel

Die Menschen in Deutschland werden immer älter, und ihr Anspruch, das Leben lange aktiv zu gestalten, wächst. Die meisten Menschen wünschen sich, in ihrem häuslichen Umfeld mobil und eigenständig zu bleiben. Durch die Entwicklung mobiler medizintechnischer Lösungen kann die Patientenversorgung in allen Bereichen flexibler und effizienter gestaltet werden.

Auch bei stationären Aufenthalten können Patienten durch tragbare medizintechnische Lösungen an Mobilität gewinnen und ihre Selbständigkeit aufrechterhalten. Dadurch werden Ärzte und Pflegekräfte entlastet. Im Bereich der Not- und Unfallversorgung können Rettungskräfte ihre Patienten mit Hilfe von mobilen medizintechnischen Systemen und Produkten am Einsatzort und in Fahrzeugen besser behandeln.

Mit der Fördermaßnahme „Immer vor Ort – mobile medizintechnische Lösungen für eine patientenfreundliche Gesundheitsversorgung“ will das BMBF Innovatoren aus Wissenschaft, Klinik und Wirtschaft dabei unterstützen, mobile, flexible und am Patientenbedarf orientierte medizintechnische Lösungen für eine bessere Gesundheitsversorgung zu entwickeln. Durch die Möglichkeit der Verlagerung von Versorgungsleistungen aus dem stationären in den ambulanten oder vom ambulanten in den häuslichen Bereich soll eine bedarfsgerechte Behandlung sichergestellt werden. In der Regel sind dafür nicht nur schnelle zuverlässige Entscheidungen bei der Wahl der Behandlung- oder Pflegeoptionen gefragt, sondern auch eine patientenfreundliche Handhabung der jeweiligen Medizinprodukte.

Neben einer Steigerung der Effektivität und Wirtschaftlichkeit der Gesundheitsversorgung steht hier in besonderer Weise der beschriebene Patientennutzen im Fokus, aber auch die Entlastung von ärztlichem und pflegerischem Personal. Förderfähig sind Produktinnovationen für den ersten und zweiten Gesundheitsmarkt, bei denen eine kurz- bis mittelfristige Umsetzung in den Markt realistisch ist. Die medizintechnischen Lösungen, Produkte oder Dienstleistungen sollen sich insbesondere dadurch auszeichnen, dass Versorgungsleistungen ortsunabhängiger oder direkt am Patienten erbracht werden können.

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