Biomedizinische Technik

Frisches Kapital für die Krebsimmuntherapie

Der Unternehmenssitz in Mainz hat es bereits zu beträchtlicher Größe gebracht.

Quelle: Siemens AG

Das Mainzer Biotech-Unternehmen BioNTech schließt eine zweite Finanzierungsrunde, die sogenannte Serie A Finanzierung, über 270 Millionen US-Dollar ab. Bereits die Erstfinanzierung bei der Gründung vor acht Jahren war eine der größten in der europäischen Biotech-Branche. von Lisa Kempe

Die BioNTech gehört mit sieben Tochtergesellschaften in Deutschland und den USA und fast 700 Mitarbeitern bereits wenige Jahre nach Ausgründung aus der Johannes Gutenberg-Universität Mainz zu den größten privat finanzierten Biotechnologieunternehmen Deutschlands. Die Mainzer entwickeln unter anderem RNA-Impfstoffe für die gezielte Krebsimmuntherapie. Erste klinische Phase-I-Studien zeigen bereits vielversprechende Ergebnisse in der Therapie des malignen Melanoms. Für vier weitere Phase-I-Studien in verschiedenen Indikationen, unter anderem Kopf-Hals-Tumoren und Brustkrebs, läuft zurzeit die Patientenrekrutierung.

Forschung und Entwicklung mit hohem Kapitalbedarf.

Mit den umgerechnet circa 225 Millionen Euro möchte das Unternehmen weiterhin auf Wachstumskurs bleiben. Ugur Sahin, Mitgründer und Vorstandsvorsitzender der BioNTech will das Unternehmen international voranbringen: „Diese Finanzierungsrunde ist ein wichtiger Meilenstein, der unsere kontinuierliche, weltweite Expansion im Bereich individualisierter Krebsimmuntherapien unterstützt”.

Hauptinvestor ist die US-amerikanische Redmile Group LLC. Deren Mitgründer und Portfoliomananger Mike Lee hält BioNTechs Immuntherapie-Pipeline für wissenschaftlich überzeugend validiert: „Wir versprechen uns sehr viel von dieser Partnerschaft, gerade im Hinblick auf die führende Position des Unternehmens im Bereich individualisierter Immuntherapien. Unser Investment soll die Entwicklung von BioNTechs breit angelegtem Portfolio auf dem Gebiet der Krebstherapien beschleunigen.“ Mit von der Finanzierungspartie ist auch wieder das Strüngmann Family Office, das als Mehrheitsanteilseigner bereits federführend an der Erstfinanzierung beteiligt war.

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