Medica 2017

Premiere für die Medica Academy

Bye-bye, Medica Education Conference! In den vergangenen Jahren ermöglichte die Medica Education Conference den Brückenschlag zwischen Medizin und Technik. Sie wird in diesem Jahr von der Medica Academy abgelöst.

Quelle: MesseDüsseldorf/ctillmann

Die Medica vom 13. bis 16. November 2017 in der Düsseldorfer Messe ist nicht nur ein riesiger Marktplatz für Medizintechnik. Flankiert wird die Leitmesse von einem umfangreichen Konferenzprogramm, das vom niedergelassenen Arzt über Pflegepersonal bis hin zum Krankenhausarzt und Klinikmanagement ein breites Publikum anspricht. Dazu haben die Düsseldorfer ihr Konferenzprogramm umstrukturiert: Neu ist die Medica Academy. An allen vier Messetagen finden insgesamt sechs Konferenzen und zahlreiche Foren im Düsseldorfer Congress Centrum und in den Messehallen statt. von Lisa Kempe

Bei den erwarteten mehr als 120.000 Fachbesuchern der Medica aus aller Welt bietet sich kaum eine bessere Gelegenheit, Akteure aus dem Gesundheitswesen zum Dialog zu bitten. „Um den Bedürfnissen des internationalen Fachpublikums auch künftig gerecht zu werden, wurde in den letzten Jahren das Programm der begleitenden Konferenzen sowie der in die Fachmesse integrierten Foren grundlegend neu strukturiert, internationaler ausgerichtet und um aktuelle Trendthemen ergänzt“, erklärt Joachim Schäfer, Geschäftsführer der Messe Düsseldorf GmbH.

Neu ist die Medica Academy, die die Medica Education Conference ablösen wird. An jedem der vier Veranstaltungstage werden zwei Workshops angeboten, etwa Updates zu bildgebenden Verfahren oder ein Ultraschall-Refresher-Kurs. Im Brennpunkt der ersten Medica Academy steht das Thema Praxis- und Niederlassungsübergabe und wendet sich damit an junge Mediziner auf Praxissuche sowie Ärzte mit Praxisabgabewunsch (Congress Center CCD Süd).

Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe eröffnete den Deutschen Krankenhaustag 2016.

Quelle: Messe Düsseldorf/ctillmann

40. Deutscher Krankenhaustag

Unter dem Motto „Krankenhäuser in einer neuen Zeit“ widmet sich der 40. Deutsche Krankenhaustag an vier Kongresstagen einer Reihe von Zukunftsthemen, die in den nächsten Jahren für den stationären Sektor von Bedeutung sein werden. Die Organisatoren von der Gesellschaft Deutscher Krankenhaustag (GDK) erwarten über 1.600 Besucher aus Klinik und Gesundheitspolitik. „Bei der Leitveranstaltung für das Management deutscher Kliniken reicht die Bandbreite von gesundheitspolitischen Fragestellungen über Aspekte der Finanzierung und des Controllings von Klinikleistungen bis hin zur Präsentation von Best-Practice-Projekten für die Klinik-IT“, berichtet Schäfer.

Im Fokus steht, gleichfalls wie auf der Messe, das Thema Digitalisierung des Gesundheitswesens, das auch im Forum Entscheiderfabrik aufgegriffen wird (Dienstag, 14. November 2017, 10 bis 13Uhr, Raum M, CCD-Ost). Unter dem Titel „Unternehmenserfolg durch optimalen IT-Einsatz“ stehen Themen wie die Integration von Smartphones und Tablets in die Krankenhaus-IT auf dem Programm. Die Entscheiderfabrik ist eine IT-Initiative, die Lösungen zur Optimierung der Geschäftsprozesse in den beteiligten Krankenhäusern erarbeiten soll.

Die Initiative umfasst zahlreiche Verbände, mehr als 800 Standorte von Kliniken sowie über 100 Industrie-Unternehmen und Beratungshäuser. Bereits im Vorfeld der Medica wurden die diesjährigen Schlüsselthemen beim Entscheider-Event im Februar ausgewählt. Bei einem Sommer-Camp im Juni konnten die Arbeiten in den Digitalisierungsprojekten inhaltlich vertieft werden. Auf dem Forum beim Deutschen Krankenhaustag werden neun Monate nach Projektstart erstmals Ergebnisse präsentiert. Die Projekte sollen danach weitergeführt werden.

Elektronische Patientenakte: private und professionelle Daten verknüpfen

In allen Projekten der Entscheiderfabrik taucht eine grundlegende Fragestellung immer wieder auf: Wie können Daten der Patienten, zum Beispiel Arztbriefe, Notfalldaten oder Daten über die Medikation elektronisch bereitgestellt werden, wie können Daten von mobilen Geräte den Weg in die Datenbanken von Krankenhäusern, aber auch über die Sektorengrenzen hinweg ihren Weg finden?

Im Projekt „Fallakte Plus“ untersuchen die Unikliniken in Aachen, Düsseldorf, Jena und Schleswig-Holstein gemeinsam die technische Machbarkeit einer patientenbestimmten lebenslangen Gesundheitsakte. „Wir gehen der Frage nach, wie wir im Besitz des Patienten befindliche, digitale Gesundheitsdaten mit dem etablierten System der Fallakte verknüpfen können“, berichtet Michael Franz von der am Projekt beteiligten CGM Clinical Deutschland GmbH.

Die digitale Zukunft der Krankenhäuser wird auch im Krankenhaus-Träger-Forum diskutiert werden (Dienstag, 14.November 2017, 10.30 bis 14.30 Uhr, Raum L, CCD-Ost). Ebenso so steht im Forum „Pflege im Krankenhaus“ die Digitalisierung ganz oben auf der Agenda. Im ersten Teil werden Themen und Trends wie „Big Data – was kommt da auf uns zu?“ oder „Chancen und Grenzen der Robotik“ abgesprochen (Mittwoch, 15. November 2017, 10.15 bis 15 Uhr, Raum R, CCD-Ost).

Schutz vor Cyberattacken im Krankenhaus

Krankenhäuser werden immer öfter zum Ziel von Angriffen auf die IT. Datenschutz und Datensicherheit sind deshalb von zentraler Bedeutung. Der Verein für Krankenhaus-Controlling (DVKC) konnte für seine Session „Krankenhaus Controlling 4.0“ Dr. Nicolas Krämer gewinnen, der als Geschäftsführer des Lukaskrankenhauses in Neuss eine Cyber-Attacke bereits meistern musste. In seinem Vortrag „Mit Datenschutz zum Datenschatz – wie man sensible Controllingdaten vor Cyberangriffen sichert“ gibt er Tipps, wie sich Krankenhaus-IT vor möglichen Attacken besser schützen lässt (Mittwoch, 15. November 2017, 10 bis 13 Uhr, Raum M, CCD-Ost).

Ergänzt wird der Deutsche Krankenhaustag in diesem Jahr von der European Hospital Conference. Unter dem Generalthema „Chancen und Risiken von E-Health" werden die Experten nationale E-Health-Konzepte aus Dänemark, Deutschland, Schweden und der Schweiz vorstellen und konkrete Beispiele für die Umsetzung von E-Health-Lösungen in Krankenhäusern bringen.

Personalisierung in der Sportmedizin

Die Medica Medicine &Sports Conference geht in diesem Jahr zum fünften Mal in Düsseldorf ins Rennen (Congress Centrum CCD-Süd). Am 14. und 15. November präsentieren die Experten die jüngsten Innovationen und neue Ansätze in der Sportmedizin. Mit Themen wie „Latest Innovations in Monitoring Vital Data and Sports Performance“ oder „Digitale Innovationen im Breiten- und Spitzensport“ steht bei dieser Konferenz die Personalisierung der Sportmedizin als Folge der Digitalisierung auf der Agenda. Vorgestellt werden digitale Innovationen für die Sportmedizin und den Spitzen- und Breitensport: beispielsweise innovative Gaming-Technologien für Ballsportarten, Wearables für Regeneration und Rückentraining, neue Methoden für die Echtzeitanalyse von Herzrhythmusstörungen, stretchbare Elektronik für die hochpräzise Kraft- und Leistungsmessung sowie Lösungen für das Corporate Fitness Management.

Zwei weitere Konferenzen sprechen das Fachpublikum an: Die Medica Physio Conference widmet sich am 15. und 16. November (Congress Centrum CCD-Süd) im Rahmen von Fortbildungen für Physiotherapeuten dem Fokusthema Wirbelsäule und obere Extremität. Die DiMiMED (International Conferences on Disaster and Military Medicine) bringt am 14. und 15. November militärische und zivile Experten für Notfall- und Wehrmedizin zusammen.

©Medizintechnologie.de/ga

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