Datum: 15.11.2017

Die programmierte Gesundheit – Digitalisierung in der Medizin

Ort: Köln

 

Öffentliche Ringvorlesung 2017/18, Auftaktveranstaltung


Diese Veranstaltungsreihe setzt sich mit den Möglichkeiten und Herausforderungen von Big Data, Telematik, Gesundheits-Apps und anderen digitalen Neuerungen für die Medizin auseinander. Dabei wird u.a. diskutiert, wie sich die Digitalisierung auf das Verhältnis von Arzt und Patient auswirkt, was wir tun können, um die Privatsphäre der Patienten und unser solidarisches Versicherungssystem zu schützen, und ob die digitale Medizin die an sie gestellten Erwartungen überhaupt erfüllen kann.
An neun Terminen werden je zwei VertreterInnen aus Wissenschaft und Praxis gemeinsam die Thematik beleuchten und über aktuelle Erkenntnisse und grundlegende Reflexionen u.a. aus Medizin, Informatik, Gesundheitsforschung, Recht und Wirtschaftswissenschaften berichten (in Anlehnung an Veranstalterangaben).

Veranstaltungsdatum
15. November 2017
18.00 bis 19.30 Uhr
Starttermin

Veranstaltungsort
Hauptgebäude der Univeristät zu Köln
Hörsaal XII
Albertus-Magnus-Platz
50923 Köln

Veranstalter
ceres
cologne center for
ethics, rights, economics, and social sciences of health

Programm
Auftaktveranstaltung:
Elektronische Patientenakte. Der souveräne oder gläserne Patient?
Doppeluntersuchungen, fehlende Befunde mit der Konsequenz gefährlicher Falschbehandlungen, Patienten, die nur mühsam Zugang zu ihren eigenen Gesundheitsdaten erhalten – dies alles ließe sich durch eine elektronische Patientenakte vermeiden. Durch einen schnellen und transparenten Informationsfluss könnten die individuelle Gesundheitskompetenz und die Kommunikation zwischen Arzt und Patient wie auch zwischen mehreren Behandlern eines Patienten verbessert werden. Ärzte und Vertreter anderer Gesundheitsberufe, Forscher und Patienten brauchen jedoch neue Kompetenzen, um mit digitalen Gesundheitsdaten und neuen Kommunikationsmöglichkeiten effektiv und sicher umgehen zu können. Welche Unterstützung benötigen Patienten, um ihre elektronische Patientenakte sinnvoll zu nutzen? Stärkt das Patientenfach ihre Selbstbestimmung oder ist es eher eine Gefahr für die Privatsphäre? Können elektronische Patientenakten auch für die Forschung nutzbar gemacht werden?

Vorträge

Das Patientenfach. Patientendaten in der klinischen Praxis
Prof. Dr. med. Edgar Schömig
Vorstandsvorsitzender und Ärztlicher Direktor, Uniklinik Köln

Elektronische Patientenakten für bessere Versorgung und Forschung
Prof. Dr. rer. nat. Britta Böckmann
Professorin für Medizinische Informatik, Fachhochschule Dortmund

im Anschluss Podiumsdiskussion:
• Prof. Dr. med. Edgar Schömig (Vorstandsvorsitzender und Ärztlicher Direktor, Uniklinik Köln)
• Prof. Dr. rer. nat. Britta Böckmann (Professorin für Medizinische Informatik, Fachhochschule Dortmund)
• Klaus Rupp (Leiter des Fachbereichs Versorgungsmanagement der Techniker Krankenkasse)
• Simone Pareigis (Patientin und Entwicklerin der elektronischen Online-Gesundheitsakte meine.WEGA)

Weitere Informationen und Anmeldung
http://ceres.uni-koeln.de/veranstaltungen/ceres-ringvorlesung/programm-201718/