Datum: 13.12.2017

Zwischen Freiheit und Gesundheitszwang. Solidarität in einem digitalen Gesundheitswesen

Ort: Köln

 

Die programmierte Gesundheit – Digitalisierung in der Medizin
Öffentliche Ringvorlesung 2017/18, 5. Veranstaltungstermin


Diese Veranstaltungsreihe setzt sich mit den Möglichkeiten und Herausforderungen von Big Data, Telematik, Gesundheits-Apps und anderen digitalen Neuerungen für die Medizin auseinander. Dabei wird u.a. diskutiert, wie sich die Digitalisierung auf das Verhältnis von Arzt und Patient auswirkt, was wir tun können, um die Privatsphäre der Patienten und unser solidarisches Versicherungssystem zu schützen, und ob die digitale Medizin die an sie gestellten Erwartungen überhaupt erfüllen kann.
An neun Terminen werden je zwei VertreterInnen aus Wissenschaft und Praxis gemeinsam die Thematik beleuchten und über aktuelle Erkenntnisse und grundlegende Reflexionen u.a. aus Medizin, Informatik, Gesundheitsforschung, Recht und Wirtschaftswissenschaften berichten (in Anlehnung an Veranstalterangaben).

Veranstaltungsdatum
13. Dezember 2017
18.00 bis 19.30 Uhr
5. Veranstaltungstermin

Veranstaltungsort
Hauptgebäude der Univeristät zu Köln
Hörsaal XII
Albertus-Magnus-Platz
50923 Köln

Veranstalter

ceres
cologne center for
ethics, rights, economics, and social sciences of health

Programm
Der Markt für Gesundheits-Apps und Fitness-Tracker boomt. Die individuelle Erfassung von Gesundheitsdaten ist aber nicht nur für den einzelnen Nutzer interessant, der z.B. seine Trainingserfolge kontrollieren will, sondern auch für Krankenkassen und Gesundheitsdienstleister. Solche Daten können die medizinische Versorgung durch aufeinander abgestimmte Interventionen verbessern, Krankheiten früher erkennbar machen und dabei helfen, krankheitsfördernden Verhaltensweisen entgegenzuwirken. Dies kann zur Entlastung der solidarischen Finanzierung der Versorgung beitragen. Doch führt ein gesellschaftlicher Trend der Selbstüberwachung am Ende zu einer Pflicht zur gesundheitlich optimierten Lebensführung? Werden Versicherungen mit vergünstigten Prämien und Bonus-Systemen darüber bestimmen, welches Verhalten als gesund gilt und wer „den Kürzeren zieht“? Was geschieht mit Menschen, die sich nicht entsprechend verhalten können? Wie viel Selbstverantwortung kann, darf und soll den Versicherten zugemutet werden? (nach Veranstalterangaben)

Vorträge
Entsolidarisierung oder neue Solidarität? Gesundheitsprogramme und ihre Folgen
Dr. rer. pol. Andrea Timmesfeld
Country Functional Head „Public Affairs & Community Engagement“, Generali Deutschland
Eigenverantwortung und Solidarität. Gesundheitspolitische Forderungen und praktische Umsetzungen
Dr. iur. Björn Schmitz-Luhn
Geschäftsführer ceres, Universität zu Köln, Lehrbeauftragter für das Medizin- und Sozialrecht an der Hochschule für Ökonomie und Management (FOM)

Weitere Informationen und Anmeldung
http://ceres.uni-koeln.de/veranstaltungen/ceres-ringvorlesung/programm-201718/