Innovation im Fokus

Viele winzige bunte Glassteinchen ergeben ein prachtvolles Mosaik. Auch wir sind überzeugt, dass viele einzelne Geschichten ein beeindruckendes Gesamtbild entstehen lassen. In unserer Rubrik Innovation im Fokus wollen wir das Bild der Medizintechnik im Wandel zeichnen: Wir stellen smarte Strategien, vielversprechende Projekte und „last but not least" Gesichter der Branche in Deutschland vor, die für die Zukunft optimistisch stimmen. Mosaik bedeutet übersetzt übrigens so viel wie: „Den Musen gewidmetes Werk“. Wir widmen diese Rubrik unseren Lesern und wünschen viel Spaß bei der Lektüre!

Zu allen Geschichten

Spiel mit Reizen und Farben

Er bringt Tumoren zum Leuchten und wandelt Laserlicht erst in Schallwellen und dann in 3D-Bilder um: Der Ingenieur Vasilis Ntziachristos verhilft Medizinern zu besseren Einblicken in den Körper.

Das Forschungsfeld der Optoakustik ist noch jung. Dabei machen Forscher mittels Laserstrahlen und Ultraschall sichtbar, was bislang im Verborgenen liegt. Einer von ihnen ist Vasilis Ntziachristos. Die multispektrale optoakustische Tomografie ist eines seiner Kerngebiete.

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Brückenbauer zwischen zwei Welten

Stefan Jockenhövel hat eine sogenannte Brückenprofessur inne – zwischen dem Institut für Textiltechnik (ITA) und dem Helmholtz Institut für Biomedizinische Technik der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule (RWTH) Aachen.

Faserverstärkte patienteneigene Herzklappen und Gefäßprothesen könnten schon bald eine riesige Lücke in der Herzchirurgie schließen. Ein Besuch beim Entwickler Professor Dr. Stefan Jockenhövel in Aachen.

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Digital Natives auf dem Weg nach oben

Strahlender Gewinner: Schon 2015 zeichnet sich ab, dass aus der LifeTime-App etwas Größeres werden könnte. Damals nahm Johannes Jacubeit (Mitte) beim App-Contest der Handelskammer Hamburg den ersten Preis für die „Beste App-Idee“ entgegen.

Die beiden Gründer der connected-health.eu GmbH Johannes Jacubeit und Matthias Lau haben sich viel vorgenommen: Mit ihrem Kommunikationssystem LifeTime wollen die digitale Transformation im Gesundheitswesen vorantreiben.

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Die Vermessung des Ichs

Die Quantified-Self-Bewegung in Deutschland wächst und immer mehr Menschen vermessen sich selbst, um fit und gesund zu bleiben. Was bisher ein Hobby für Tech-Begeisterte ist, könnte schon bald die Medizin revolutionieren.

Geräte und Technologien zur Selbstvermessung wie Fitness-Tracker, intelligente Wagen oder Diät-Apps gehören inzwischen zum Alltag vieler Menschen. Die "Quantified Self (QS)"-Bewegung birgt zudem große Potenziale für Gesundheitsvorsorge und Medizin. Pionier der deutschen QS-Bewegung ist Florian Schumacher.

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Neue Stents für verengte Gallenwege

Der Gallengang (in der Darstellung der grüne Schlauch) kann verstopfen oder sich verengen. Mediziner setzen dann Stents ein, damit die Gallenflüssigkeit weiter abfließen kann. Diese müssen allerdings häufig gewechselt werden. Um Patienten operative Eingriffe zu ersparen, arbeiten Rostocker Forscher an neuartigen Stents, die länger im Gallengang bleiben können. KMU-innovativ

Für Menschen mit schweren Gallenerkrankungen sind Gallengang-Stents eine wichtige Behandlungsoption, die nicht selten Leben rettet. Im Projekt „GastroFreeFlow“ entwickeln Wissenschaftler der Uni Rostock gemeinsam mit Industriepartnern jetzt eine neue Generation von Stents, die wesentlich länger halten sollen.

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Vom bewegten Assistenten zum programmierten Operateur

Die Arbeitsgruppe um Dr. Axel Krieger entwickelt am Childrens Medical Center in Alexandria, Virginia den autonom operierenden Medizinroboter STAR. Im Bild von links: Ryan Decker, Axel Krieger, Carolyn Cochenour, Azad Shademan und Justin Opfermann.

Der Markt für Robotertechnologie entwickelt sich rasant. Noch ist der Alltag im Operationssaal vom computergesteuerten autonomen Operieren weit entfernt. In den Laboren werden diese Systeme aber bereits getestet – unter anderem am Children’s National Medical Center in Alexandria. Axel Krieger forscht dort seit 15 Jahren zur Medizinrobotik.

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Diagnosen aus dem Hightech-Schuh

Sensoren in einer Chipkarte erfassen das Gangmuster des Patienten. Eine Software filtert die für Parkinson charakteristischen Gangstörungen heraus.

Unsicherer Gang, langsame Schritte – bisher mussten sich Ärzte bei der Diagnose und Therapie von Parkinson auf ihre subjektiven Eindrücke von den Bewegungen ihrer Patienten verlassen. Nun hat ein Forscherteam aus der Region Nürnberg-Erlangen ein Sensorsystem entwickelt, das objektive Daten über das Gangverhalten liefern kann. Mit spannenden Einsatzmöglichkeiten.

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Auf der Überholspur

Das Kaia-Team (v.l.n.r.): Gabriel Thomalla, Manuel Thurner, Dr. Stephan Huber und Moritz Weisbrodt.

In weniger als einem Jahr gründen, eine medizinische App entwickeln, dafür das CE-Zertifikat bekommen, aus dem Innovationsfonds gefördert werden, den ersten Vertrag mit einer Krankenkasse so gut wie in der Tasche haben. Geht nicht? Doch.

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Das Mutter-Tochter-Unternehmen

Ein gutes Gespann: Dindia (li.) und Anna Gutmann sind Mutter und Tochter und haben zusammen ein Unternehmen gegründet.

Ohne technische Vorkenntnisse baut Künstlerin Anna Gutmann ein Gerät, das ihre halbseitig gelähmte Tochter Dindia vor einem Leben im Rollstuhl bewahrt. Damit auch andere Betroffene von der Technologie profitieren, gründeten Mutter und Tochter gemeinsam das Start-up ReMoD.

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Schrittmacher für das verletzte Rückenmark

Das Forscherteam der Klinik für Neurologie mit experimenteller Neurologie will Querschnittsgelähmten wieder auf die Beine helfen.

Ein deutsch-schweizerisches Forscherteam will durch elektrische Stimulation des Rückenmarks die Bewegungsfähigkeiten von Querschnittgelähmten wieder herstellen. Versuche mit Ratten verliefen so erfolgreich, dass die innovative Therapiemethode seit kurzem an Patienten erprobt wird. Auch die Entwicklung eines neuartigen, besonders schonenden Implantats zur Elektrostimulation ist schon weit fortgeschritten.

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