Projekte

Innovative Medizintechnik bietet ein großes Potenzial für die Gesundheitsversorgung der Zukunft. Der Weg eines neuen Medizinprodukts von der Idee bis in den Markt kann mitunter lang und steinig sein. Eine öffentliche Förderung kann diesen Weg erleichtern. Wir stellen vielversprechende Projekte aus der Förderung vor:

Neue Stents für verengte Gallenwege

Der Gallengang (in der Darstellung der grüne Schlauch) kann verstopfen oder sich verengen. Mediziner setzen dann Stents ein, damit die Gallenflüssigkeit weiter abfließen kann. Diese müssen allerdings häufig gewechselt werden. Um Patienten operative Eingriffe zu ersparen, arbeiten Rostocker Forscher an neuartigen Stents, die länger im Gallengang bleiben können. KMU-innovativ

Für Menschen mit schweren Gallenerkrankungen sind Gallengang-Stents eine wichtige Behandlungsoption, die nicht selten Leben rettet. Im Projekt „GastroFreeFlow“ entwickeln Wissenschaftler der Uni Rostock gemeinsam mit Industriepartnern jetzt eine neue Generation von Stents, die wesentlich länger halten sollen.

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Diagnosen aus dem Hightech-Schuh

Sensoren in einer Chipkarte erfassen das Gangmuster des Patienten. Eine Software filtert die für Parkinson charakteristischen Gangstörungen heraus.

Unsicherer Gang, langsame Schritte – bisher mussten sich Ärzte bei der Diagnose und Therapie von Parkinson auf ihre subjektiven Eindrücke von den Bewegungen ihrer Patienten verlassen. Nun hat ein Forscherteam aus der Region Nürnberg-Erlangen ein Sensorsystem entwickelt, das objektive Daten über das Gangverhalten liefern kann. Mit spannenden Einsatzmöglichkeiten.

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Schrittmacher für das verletzte Rückenmark

Das Forscherteam der Klinik für Neurologie mit experimenteller Neurologie will Querschnittsgelähmten wieder auf die Beine helfen.

Ein deutsch-schweizerisches Forscherteam will durch elektrische Stimulation des Rückenmarks die Bewegungsfähigkeiten von Querschnittgelähmten wieder herstellen. Versuche mit Ratten verliefen so erfolgreich, dass die innovative Therapiemethode seit kurzem an Patienten erprobt wird. Auch die Entwicklung eines neuartigen, besonders schonenden Implantats zur Elektrostimulation ist schon weit fortgeschritten.

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Einatmen, ausatmen – die Diagnose steht

Um Krankheiten aufzuspüren, sind oft teure und aufwändige Untersuchungen wie Röntgen oder Gewebeentnahmen nötig. Krankheiten stattdessen über die Atemluft diagnostizieren zu können - das wäre ein riesiger Fortschritt.

Krankheiten hinterlassen Spuren – im Blut oder im Urin, aber auch in unserer Atemluft. Statt aufwändiger Blutabnahmen und langwieriger Laboruntersuchungen könnte in Zukunft eine Atemgasanalyse die Diagnose von bestimmten Krankheiten deutlich vereinfachen und beschleunigen.

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Vom Metall zum Kunststoff

Daniel Lazic entwickelt im Unternehmen neue Produkte. KMU-innovativ

Die Peter Lazic GmbH stellt Aneurysmenclips her und verkauft sie auf dem Weltmarkt. Mit einer innovativen Idee will sie die Behandlung revolutionieren - und so ihre Zukunft sichern.

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Hightech-Kunststoff für besseres Sehen

Die phake Intraokularlinse ist Hightech im Bereich Optik. Die Firma Human Optics will den Markt mit einer ultradünnen Version revolutionieren. KMU-innovativ

Künstliche Linsen, die zusätzlich zu einer natürlichen Linse ins Auge implantiert werden, nennt man phake Intraokularlinsen (PIOL). Sie können bei schwerer Fehlsichtigkeit eine leistungsfähige Alternative zu Sehhilfen oder Operationen sein.

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Minisensor erkennt Anfälle und ruft Hilfe

Eine Studie, die das System unter kontrollierten Bedingungen im Krankenhaus erprobt, läuft bereits. In vier Jahren könnte das System auf dem Markt sein.

Das EPItect-Projekt entwickelt einen im Ohr getragen Sensor, der epileptische Anfälle zuverlässig identifiziert und so die Diagnose und Therapie der Erkrankung erleichtert. Zum System gehört auch eine Alarmfunktion, die bei einer Attacke automatisch einen Helfer alarmiert – für die Patienten ein Gewinn an Bewegungsfreiheit und Lebensqualität.

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Wie inomed die Nerven schont

Eine Mitarbeiterin der inomed GmbH fertigt eine Elektrosonde zur Überwachung von Nervengewebe während einer Operation zur Entfernung eines Enddarm-Karzinoms. KMU-innovativ

Operationen gehen nicht selten mit dem Risiko einher, dass umliegende Nerven verletzt werden. Abhilfe verspricht die Überwachung der Nerven während der Operation mithilfe elektrischer Stimulation.

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Aus der Forschung zum Unternehmer

Professor Ulrich Speck mit seiner Erfindung: dem medikamentenbeschichteten Ballonkatheter, der innerhalb von Sekunden den Wirkstoff Paclitaxel ans Gewebe abgibt. Mit seiner Firma InnoRa vertreibt er sein Medizinprodukt weltweit. KMU-innovativ

Medikamentenbeschichtete Stents halten verkalkte Herzkranzgefäße langfristig offen. Bei der arteriellen Verschlusskrankheit in den Beinen begnügen sich Mediziner mit der Aufdehnung der Gefäße über einen Ballon. Doch die Ergebnisse sind unbefriedigend: Nahezu jedes zweite Gefäß zum Beispiel in den Beinen verschließt sich wieder. Nun liefern beschichtete Ballonkatheter, die nur wenige Sekunden im Gefäß verbleiben, deutlich bessere Ergebnisse – am Herzen und in den Beinen.

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Der Weg zum vernetzten OP-Saal

Im „Showroom“: Der vernetzte OP-Saal von OR.Net im Innovationszentrum für Computer-assistierte Chirurgie in Leipzig ist nur ein Demonstrator. Stephan Lembke vom Mikroskope-Hersteller Möller-Wedel, HNO-Arzt Dr. Mathias Hofer und ein wissenschaftlicher Mitarbeiter von OR.Net führten hier den vernetzten OP-Saal vor.

Ein Stückchen näher an der Wunschvorstellung: Das vom Forschungsministerium finanzierte Projekt OR.Net hat in den vergangenen drei Jahren moderne IT-Lösungen für den Operationssaal entwickelt. Diese sollen es ermöglichen, die Medizinprodukte verschiedener Anbieter zum Wohl von Arzt und Patienten zu kombinieren.

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