Industrie-in-Klinik-Plattform

Optimierte Innovation durch mehr Kooperation

Arzt bedient einen weißen Laptop, im Hintergrund eine OP-Szene
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Neuentwicklungen im Versorgungsbereich sollen in Zukunft früher und besser auf die Gegebenheiten im klinischen Alltag abgestimmt werden. Die enge Kooperation von Industrie und Klinik setzt auf eine geeignete Infrastruktur "vor Ort", deren Aufbau und Erprobung mit Fördermitteln des BMBF unterstützt wird. Die Plattformen können hierbei individuell ausgestaltet werden und Innovationen von der angewandten Forschung bis zur klinischen Erprobung begleiten.

Innovative Ideen sind gefragt, um dem auf Wettbewerb ausgerichteten Medizintechnikmarkt auch auf nationaler Ebene neue Impulse zu geben.

Detailaufname des Wärmeaustauschers für einen kardiopulmonalen Bypass

Wärmeaustauscher für einen kardiopulmonalen Bypass

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Existenzgründer im Medizintechniksektor benötigen neben erheblichen finanziellen Ressourcen vor allem sehr viel praktische Unterstützung, um ihre Idee in ein marktfähiges Produkt umzusetzen. Oft hat das klinische Umfeld jedoch andere Rahmenbedingungen oder Vorstellungen als der Innovator – und das Produkt damit leider weniger Aussicht auf Erfolg. Neue Fördermodelle sollen daher einen Rahmen schaffen, in dem Produkt- und Prozessinnovationen stärker als in der Vergangenheit gemeinsam mit Medizinern und Klinikpersonal realisiert werden können.

Der Umsatz der Medizintechnik in Deutschland ist in den vergangenen sechs Jahren mit jährlichen Wachstumsraten von etwa 5 % deutlich gestiegen. Allerdings beruhte die Wachstumsrate vor allem auf einer Steigerung des Exportmarktes, während der Inlandsumsatz seit 2010 nahezu stagniert (Quelle: Spectaris 2012). Vor diesem Hintergrund hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung gemeinsam mit dem Bundesministerium für Gesundheit und dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie den Nationalen Strategieprozess „Innovationen in der Medizintechnik“ durchgeführt. Im Ergebnis wurde der Forschungspolitik von den 150 eingeladenen Experten aus allen beteiligten Akteursgruppen empfohlen, neue Formate der Forschungsförderung zu etablieren, um die Innovationskraft der Medizintechnik zu stärken. Medizintechnik-Unternehmen in Deutschland können nur dann bestehen, wenn sie dem extrem hohen Innovationsdruck und der großen internationalen Konkurrenz ständig mit einer Anpassung der Marktstrategie an die Markterfordernisse begegnen. Daher sind neue Ideen gefragt, wie sich Innovationen und Anforderungen des Anwenders besser aufeinander abstimmen und Entwicklungszeiten reduzieren lassen. Die Lösung des Problems liegt nahe: Die wertvollen Erfahrungen aus dem klinischen Versorgungsalltag, zusammen mit der Expertise der Mediziner an Kliniken mit Forschungsauftrag und auch Krankenhäusern der Regelversorgung, müssen in Zukunft weitaus stärker als bisher in den Innovationsprozess einfließen.

Die deutsche Medizintechnik ist mit rund 1200 kleinen und mittelgroßen Unternehmen (KMU) im Wesentlichen mittelständisch geprägt und weist einen relativ hohen Anteil an Investitionen im Bereich der Forschung und Entwicklung (FuE) auf. Der wirtschaftliche Erfolg der Branche basiert vor allem auf der großen Innovationskraft; etwa ein Drittel des Umsatzes geht auf Produkte zurück, die weniger als drei Jahre alt sind, wie der Schlussbericht des Nationalen Strategieprozesses „Innovationen in der Medizintechnik“ anmerkt. Oft jedoch schaffen es selbst innovative FuE-Projekte nicht bis zur Marktreife, vor allem im klinischen Bereich. Kliniken fragen zunehmend Komplett- und Prozesslösungen nach, die ohne einen detaillierten Einblick in die Alltagsabläufe kaum zu realisieren sind. Ein intensiver Informationsaustausch zwischen innovativen Unternehmen und dem späteren klinischen Anwender ist allerdings in vielen Fällen aufgrund langer Wege und der hohen Arbeitsbelastung von Medizinern und Klinikpersonal nur sehr eingeschränkt möglich. Wenn jedoch der intensive Kontakt zur Klinik nicht bereits in der Produktforschung gesucht oder die Anforderungen an ein Produkt oder einen Prozess nicht früh genug thematisiert werden, geht die neue Entwicklung leider allzu oft an der Praxis vorbei.

Neue Wege für Medizintechnik-Fördermaßnahmen

Das Problem der nicht optimal an den klinischen Alltag angepassten Neuentwicklungen wurde auch vom Bundesministerium für Bildung und Forschung erkannt, die mit einem neuen Förderansatz die Wettbewerbs- und Innovationsfähigkeit von Start-ups und etablierten Unternehmen steigern will. Unternehmen, Kliniken und potenzielle Investoren müssen wieder „unter ein Dach“ gebracht werden, um Kooperationsprojekte zu entwickeln und zu realisieren. Diese Vorstellung führte zu dem Modell der Industrie-in-Klinik-Plattformen, bei der der Innovator direkt in den Alltag des Mediziners oder medizinischen Personals integriert ist. Abgesehen von der grundsätzlichen Idee ist die Ausgestaltung der Industrie-in-Klinik-Plattform nicht vorgegeben – Inkubatorplattformen sind ebenso denkbar wie Akzelerator-basierte Projekte. Doch was verbirgt sich hinter diesen Begriffen, und welche Parameter sind wichtig, wenn Unternehmen professionelle oder finanzielle Unterstützung für Industrie-in-Klinik-Plattformen benötigen? Ein Blick auf die Vor- oder Nachteile jedes dieser Modelle ist unbedingt zu empfehlen, bevor ein Unternehmen Fördermittel beantragt.

Welche Fördermaßnahme ist im Einzelfall geeignet? Was braucht ein Start-up-Unternehmen für den Innovationserfolg?

grünes Straßenschild mit der Aufschrift Business Incubator Straight Ahead

Bei jedem der drei hier vorgestellten Fördermodelle geht es in erster Linie um die räumliche Nähe von Start-ups oder etablierten Industrieunternehmen zu denjenigen Kliniken, die eine Neuentwicklung aus klinischer Sicht beurteilen, zur Forschung und Entwicklung beitragen oder in der Praxis testen können. Den Schwerpunkt kann hier jedes Konsortium aus Klinik, Unternehmen und ggf. auch Investoren selbst setzen.

Bei allen Modellen können Forscher, Entwickler und Techniker vor allem von Start-ups sowie KMU, aber auch von bereits am Markt etablierten Unternehmen zeitlich begrenzt in Kliniken Räume anmieten. Die Idee ist immer, direkt von der Expertise vor Ort zu profitieren – eine Vorgehensweise, die für große internationale Unternehmen mit ihrem viel größeren Finanzbudget gängige Praxis ist. Durch die Bereitstellung der notwendigen Infrastruktur und eine enge Verzahnung von Unternehmen, forschendem Mediziner und Anwendern lassen sich so neue Produkte im Dialog miteinander entwickeln und optimieren. Je nach Bedarf des Unternehmens können Fördermodell oder Finanzierung  allerdings sehr unterschiedlich gestaltet sein - die klassische „Qual der Wahl“, die aufgrund der Vielzahl an Angeboten vermutlich nicht immer einfach ausfällt.

Akzelerator- oder Inkubator-Programm, Company-Builder, Business-Angel, Venture-Capital… ? Start-ups müssen sich bereits frühzeitig informieren und entscheiden, welches Fördermodell sie im konkreten Fall benötigen. Dabei spielen auch Fragen wie die klinische Machbarkeit oder die technische Umsetzbarkeit der Innovation eine Rolle. Wissenschaftliche Projekte aus der Grundlagenforschung erfordern eine ganz andere Art der Starthilfe als Medizinprodukte, die bereits kurz vor der Zulassung stehen. Aus Sicht der KMUs besteht die größte Herausforderung vermutlich darin, aus der Flut der öffentlichen oder privaten Förderprojekte genau das Modell auszuwählen, das am besten für das geplante Vorhaben geeignet ist. Leider sind die unterschiedlichen Formen der Start-up-Förderung sprachlich oft nicht eindeutig voneinander abgegrenzt. Die Angebote unterscheiden sich zudem erheblich im Hinblick auf die Förderlaufzeit, die zur Verfügung gestellten Leistungen und Mittel oder die Frage, wie hoch die vom Inkubator, Business-Angel oder Venture-Capitalist als Gegenleistung geforderte Unternehmensbeteiligung jeweils ausfällt.

1. Inkubator-Plattformen

In der Medizin bezeichnet der Begriff „Inkubator“ einen klimatisierten Schrank im Labor oder ein spezielles Bett für die Behandlung und Pflege von Frühgeborenen. Im Kontext mit Unternehmensgründungen ist allerdings nicht der Brutschrank gemeint, sondern eine Einrichtung, die eine innovative Idee frühzeitig möglichst gut auf den Weg ins Leben bringt – also gewissermaßen „ausbrütet“. Ein Inkubator evaluiert Produktideen im Übergang von der angewandten Forschung zur Entwicklung im Hinblick auf seine medizinische und versorgungsseitige Relevanz und bietet dem jungen Start-up-Unternehmen die optimale Umgebung zur Umsetzung dieser Entwicklung in die Praxis. Plattformen nach dem Inkubatormodell können nicht nur von Kliniken, sondern  zum Beispiel auch von unabhängigen Investoren oder Betreibern von Gründerzentren (englisch „Business Incubator“) realisiert werden. Diese bieten nicht nur die Voraussetzung für die Entwicklung vor Ort und stimmen den Austausch mit den Klinikern ab. Sie beraten die Unternehmen, coachen die Mitarbeiter, oder offerieren umfangreiche Service- oder Dienstleistungspakete wie Netzwerke oder Kundendateien. Zudem stellen sie Gründerteams zusammen, organisieren Marketingmaßnahmen oder Messeauftritte und bringen ihr ganz persönliches Know-How für die Umsetzung von Grundlagenforschung in die Praxis ein. Für diese Art der Starthilfe werden von Start-ups üblicherweise Geschäftsanteile im einstelligen Prozentbereich als Gegenleistung an die Betreiber übertragen.

Hochschulinkubatoren wie das EXIST-SEED-Programm des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi)  richten sich vor allem an potenzielle Gründer aus dem Hochschulbereich. Sie sind, ebenso wie die staatlichen Gründerzentren, primär gemeinnützig ausgerichtet. Die Förderinitiative SIGNO des BMWi hilft Hochschulen, KMUs oder freien Erfindern vor allem bei der rechtlichen Sicherung und wirtschaftlichen Verwertung der innovativen Ideen für eine gewerbliche Nutzung – auch das ist ein wichtiger Aspekt bei der Unternehmensgründung. Staatliche Gründerzentren zielen vor allem auf eine regionale Förderung der Wirtschaft und die Schaffung neuer Arbeitsplätze ab. Private Businessinkubatoren verlieren nie die eigene Rendite aus dem Blickfeld und werden mit Geschäftsanteilen des Start-ups für ihre Leistungen bezahlt. Doch auch das privat geförderte Modell hat Vorteile: Beide Geschäftspartner sind an einem schnellen wirtschaftlichen Erfolg der Idee interessiert. Allerdings lassen sich private Inkubatoren nur schwer in sehr frühen Phasen einer Entwicklung (der so genannten Pre-Seed-Phase) finden, bei der die Wirtschaftlichkeit der Erfindung noch weit in der Zukunft liegt. Im Fall einer In-Klinik-Inkubator-Plattform sollten die Inkubatoren genau diese Art der Starthilfe leisten können. Zudem sollte er vor Ort ansässig sein, also in unmittelbarer Nähe zu einer oder in einer Klinik, um die Innovation in enger Anbindung zu begleiten.

2. Akzelerator-Plattformen

Oft fälschlicherweise als Synonym für einen Inkubator verwendet, ist ein Akzelerator mehr ein „Entwicklungsbeschleuniger“. Die Produktidee ist vorhanden und erforscht, die Produktentwicklung kann unverzüglich starten. Der Akzelerator beschleunigt den Entwicklungsprozess, indem er Unternehmen in der Phase der Produktentwicklung gezielt unterstützt und die notwendige Infrastruktur für den schnellen Unternehmensaufbau bietet. Der Akzelerator stellt Büro- oder Geschäftsräume zur Verfügung oder klärt Fragen zur Zulassung und Erstattung des Produktes. Als Gegenleistung treten die Unternehmen dafür Geschäftsanteile im zumeist zweistelligen Prozentbereich ab. Akzeleratoren können von Klinikketten, Industrie- oder Venture-Capital-Unternehmen etabliert werden, aber auch aus der Zusammenarbeit von Kliniken und Unternehmen der Medizintechnik hervorgehen. Das Coaching durch qualifizierte Mentoren in Richtung Zulassung und Erstattung  sowie der Zugang zu Banken, Investoren oder anderen Finanzierern qualifizieren einen Akzelerator.

Akzelerator-Programme eignen sich vor allem dann, wenn die Innovation schon in einem fortgeschrittenen Stadium ist und es primär darum geht, das Produkt noch einmal den Marktanforderungen anzupassen, die Zulassung zu forcieren oder potenzielle Investoren für eine Anschlussfinanzierung zu gewinnen. Interessierte Gründer sollten sich daher im Vorfeld Gedanken machen, ob sie und ihr Projekt den Anforderungen für ein derartiges Programm entsprechen und die technische Umsetzbarkeit der Produktidee gegeben ist. Andere wichtige Fragen betreffen die eher knappe Dauer der Fördermaßnahme, die Qualität des Netzwerkes, das zur Verfügung gestellt wird oder möglicherweise zusätzlich anfallende Kosten für umfangreiche PR-Maßnahmen.

3. Integrator-Plattformen

Integratoren sorgen dafür, ein Unternehmen langfristig in eine Klinik oder ein Versorgungszentrum einzubinden – zu integrieren, wie der Name schon sagt. Der Grundgedanke des Integrationsmanagements beruht auf der Vorstellung, alle Phasen der Innovation möglichst optimal in Abstimmung mit den Erfordernissen des Klinikalltags zu koordinieren und eine ständige Kommunikation zwischen Innovator und Anwender zu garantieren, die das Produkt oder den Prozess im Alltag weiter optimieren lässt. Zudem sind intensive Kooperationen mit anderen Partnern gefragt – Pharmaunternehmen zum Beispiel, oder Unternehmen aus der Informations- und Kommunikationstechnik (IKT). Diese Förderstrategie ist vor allem für Innovationen geeignet, die sich bereits am Markt etabliert haben und deren Wirkungsradius ausgeweitet werden soll.

Wie effektiv Fördermodelle aussehen können, zeigen Beispiele aus der Praxis. Israel nimmt in dieser Hinsicht eine besondere Stellung ein.

Eine Gruppe von Ärzten diskutiert Untersuchungergebnisse.

Das israelische Inkubator-Programm gilt als eines der erfolgreichsten Fördermodelle in der Technologieförderung. Auch in Deutschland existiert mittlerweile eine Vielzahl von Initiativen zur Unternehmensgründung im Technologiesektor. Auch die Medizintechnik profitiert von solchen Initiativen. Zusätzlich braucht sie eine funktionierende Schnittstelle ins klinische Umfeld.

In den letzten Jahren konnte vor allem Israel mit einem rasanten Wirtschaftswachstum aufwarten. Der wirtschaftliche Erfolg ist zu einem großen Teil einer äußerst aktiven Gründerszene zuzuschreiben, wie Dr. Orna Barry, Leiter der FuE-Abteilung im israelischen Wirtschaftsministerium in einem Interview betonte. Das israelische Wirtschaftsministerium initiierte 1991 ein Inkubator-Programm mit 24 Gründerzentren, die nicht nur ihr Know-how, sondern auch erhebliche Finanzmittel zur Verfügung stellten. Als Anschub-Finanzierung werden junge Unternehmen mit bis zu 500.000 US-Dollar unterstützt, die zu 80 % vom Staat und zu 20 % von privaten Investoren stammen müssen. Mit diesem Kapital kann sich das Start-up Hilfe für die Unternehmensgründung in einem der zahlreichen Inkubator-Programme suchen. Der größte Anteil der geförderten Projekte mit Laufzeiten von bis zu erstaunlichen acht Jahren fällt mit 40 % (Stand: Ende 2012) in den Bereich der Medizintechnik, die schon allein aufgrund der langen Zulassungsverfahren mehr Entwicklungszeit benötigen als Innovationen in anderen Bereichen. Entsprechend groß ist die Auswahl der potentiellen Unterstützer  in den Life Sciences. Die Israel Venture Capital (IVC)-Datenbank nennt über 1000 Unternehmen im Bio- und Medizintechniksektor. Dazu kommen tausende von Risikokapital- und Private Equity Fonds, Technologie-Inkubatoren, Dienstleistungsanbieter und Mentoren, die der Neugründung auf den Weg helfen können – ein extrem effizientes Netzwerk, das den großen Erfolg der israelischen Gründerszene in der Medizintechnikbranche maßgeblich mitgeprägt haben dürfte.

Ein Förderbeispiel aus Deutschland: hub:raum

Auch in Deutschland existieren Fördermodelle mit Beispielcharakter wie das 2012 gegründete hub:raum-Projekt, ein Akzelerator-Programm der Deutschen Telekom für Berliner Start-up-Unternehmen. Die Telekom hat die unterschiedlichen Förderphasen jedoch anders definiert: Das Akzelerator-Programm der Telekom mit finalem „Demo Day“ unterstützt in diesem Fall neue Unternehmensgründungen in der Frühphase der Entwicklung. Das nachgeschaltete Inkubator-Programm ist hingegen für Start-ups mit mehr Erfahrungen konzipiert, die sechs- bis zwölf Monate lang durch Mentoren beraten werden und Büroräume oder das Netzwerk des Telekommunikationsunternehmens nutzen können. Mit einer breiten Mischung an hub:raum-Förderprojekten sind seit 2013 auch etliche Projekte aus dem Bereich der Medizintechnik realisiert worden, die je mit einem Startkapital von 100.000 bis 300.000 Euro gefördert werden und dafür zwischen 10 und 25 % Geschäftsanteile für diesen Service abtreten. Eines dieser Förderprojekte ist die medizinische Applikation „Goderma“, ein Online-Dienst zur Früherkennung von Hautkrebs und anderen Hautveränderungen. Der Patient versendet Smartphone-Fotos des betreffenden Hautareals, die von Hautärzten begutachtet werden.

In Israel profitieren Medizintechnik-Start-ups davon, dass einige Gründerzentren in oder an großen Kliniken angesiedelt sind. Mit der Förderinitiative „Industrie-in-Klinik-Plattformen“  überträgt das BMBF diesen Ansatz auf die Situation in Deutschland und setzt vor allem an der Schnittstelle zur Klinik neue Akzente. Für die Förderinitiative „Industrie-in-Klinik-Plattformen“ plant das BMBF ab 2016 30 Millionen Euro Fördergelder bereitzustellen. Die Konzeptionsphase beginnt für erfolgreiche Bewerber bereits 2015 und wird seitens BMBF zusätzlich mit maximal 1,5 Millionen EUR gefördert. Nun sind Ideen gefragt, wie KMUs, Kliniken und Investoren gemeinsam Innovationen vorantreiben können, sei es in Form einer individuell zugeschnittenen Inkubator-, Akzelerator- oder Integrator-Plattform.

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