InnovationsLOTSE

Von der Idee zum Medizinprodukt

Gesundheitsmarkt definieren

Was ist zu tun?

Es muss definiert werden, ob das Produkt bzw. das damit zusammenhängende Behandlungsverfahren auf dem ersten oder zweiten Gesundheitsmarkt eingesetzt werden soll. Der erste Gesundheitsmarkt umfasst die klassische, also die gesetzlich und privat krankenkassenfinanzierte Gesundheitsversorgung. Der zweite Gesundheitsmarkt bezeichnet alle privat finanzierten Produkte und Dienstleistungen. Grundlage für die Entscheidung über den Gesundheitsmarkt bilden die Ergebnisse aus der Versorgungsanalyse. Dabei wird herausgearbeitet, inwiefern das Produkt die Untersuchung bzw. Behandlung der Patienten verbessert. Entsprechend dieses definierten Versorgungsziels muss man sich überlegen, ob man das Produkt auf dem freien Markt vertreiben möchte oder ob die Anwendung von der GKV bzw. der PKV finanziert werden könnte. Dabei muss berücksichtigt werden, ob das Produkt eher in die ambulante oder aber stationäre Versorgung passt oder als Hilfsmittel abgerechnet werden kann. Ein weiterer Weg ist die Abrechnung im Rahmen von Selektivverträgen. Theoretisch kann ein Produkt, das zunächst auf dem freien Markt vermarktet wird, auch im Nachgang noch in die Erstattung kommen. Praktisch gestaltet sich das eher schwierig. In der Regel gilt: „Einmal freier Markt – immer freier Markt“.

Wer ist zuständig?

  • Interne Rolle Market Access
    Abstimmung mit Kostenträgern, Entscheidung der Erstattungsstrategie
  • Externe Rolle Externer Dienstleister
    Unterstützung der Erstattungsstrategie

Was sind kritische Erfolgsfaktoren?

  • Auf Grund der unterschiedlichen Zeitskalen kann sich eine Mischstrategie empfehlen