InnovationsLOTSE

Von der Idee zum Medizinprodukt

NUB-Antrag unterstützen

Was ist zu tun?

Wenn ein Produkt eine CE-Zertifizierung bekommt, heißt das nicht automatisch, dass es auch eine Fallpauschale (DRG) gibt, über die der Leistungserbringer den Einsatz des Produktes abrechnen kann. Oder es gibt eine Fallpauschale, die aber so gering bewertet ist, dass der Erlös nicht ausreicht, um die Kosten für das Produkt zu decken. Möchte ein Leistungserbringer das Produkt dennoch einsetzen, kann er beim Institut für das Entgeltsystem im Krankenhaus (InEK) beantragen, dass das Produkt als Neue Untersuchungs- oder Behandlungsmethode (NUB) eingestuft wird. Es ist dem Hersteller zu empfehlen, den Leistungserbringer beim NUB-Antrag zu unterstützen und relevante Informationen wie die Ergebnisse aus der Versorgungsanalyse und aus klinischen Studien zur Verfügung zu stellen. Außerdem sollte man sich medizinische Fachgesellschaften ins Boot holen. Erstens sind Mediziner diejenigen, die Medizinprodukte anwenden, von deren Vorteilen also überzeugt werden müssen. Zweitens ist es kontraproduktiv, wenn eine Fachgesellschaft für dieselbe Prozedur ebenfalls einen NUB-Antrag stellt. Vergibt das InEK den NUB-Status 1, kann der Leistungserbringer für den Einsatz des Produktes ein zusätzliches Entgelt mit dem Kostenträger verhandeln. Da der DRG-Katalog jährlich aktualisiert wird, besteht die Chance, dass die neue Prozedur auf diesem Weg in den DRG-Katalog aufgenommen oder aber die bestehende Fallpauschale nachgebessert wird.

Wer ist zuständig?

  • Interne Rolle Market Access
    Unterstützung des NUB Antrags
  • Externe Rolle Leistungserbringer
    NUB Antragsstellung beim InEK

Was sind kritische Erfolgsfaktoren?

  • Berücksichtigung der Fristen zur Veröffentlichung des DRG-Katalogs bereits bei Antragstellung
  • enge Abstimmung mit Fachgesellschaften